Sankt Marien Kevelaer

Mit Maria




PFARRNACHRICHTEN

St. Marien Kevelaer   Kapellenplatz 35   47623 Kevelaer   02832/9338-0



 

 

 


25. Sonntag im Jahreskreis

19. September 2021

Bitte beachten Sie beim Besuch unserer Gottesdienste die derzeitig gültigen Corona-Regeln. Achten Sie bitte insbesondere auf die Einhaltung des Abstands, desinfizieren Sie sich die Hände beim Betreten der Kirche und tragen sie eine medizinische Maske (FFP2 oder OP-Maske)

Gedanken zum Sonntag

Groß oder klein? Oben oder unten?

Reich oder arm? Erster oder Letzter?

Gottes Fragen an uns.

Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen, oder dienen und verlieren, leiden oder triumphieren.

Stark oder schwach?

Genau diese Frage hält unsere heutige Welt in Atem: Groß oder klein? Der Amboss oder der Hammer sein.

Hält diese Frage die Welt im Innersten zusammen oder schlägt sie unsere Welt heute in zwei Teile?

Auch die Jünger Jesu stellen die Frage! Jesus nimmt die Fragen ernst, die Fragen der Jünger damals, aber auch die Fragen von uns heute. Er lässt sich auf diese Fragen ein - und zeigt zugleich, dass es anders geht:

Er stellt ein Kind in ihre Mitte und nahm es in seine Arme…

Einen schönen Sonntag

Bruder Wolfgang MeyerFür Wen Haltet Ihr mich?“ Mtt.16:15


Pfarrer Dr. Modestus Anyaegbu

Liebe Gemeinde St. Marien Kevelaer,

liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Das Ereignis in Cäsarea Philippi hat Jesus die Augen geöffnet. Er nahm an, dass er bei den Menschen, denen er diente, sehr bekannt war. Leider hatten die Menschen unterschiedliche Vorstellungen und Eindrücke von ihm: Einige halten ihn für Johannes den Täufer, andere für Elija; und wieder andere für Jeremias oder für einen von den Propheten.“

Keine dieser Antworten war richtig.

Ich habe mir vorgestellt, dass mich einige als „einen der Priester in Kevelaer" be-schrieben haben, während andere gesagt haben, „er ist der neue afrikanische Priester

in der Stadt". Diese Beschreibungen sind nicht falsch, aber sie geben nicht meine rich-tige Identität wieder. Daher möchte ich mich gerne vorstellen.

Mein Name ist Modestus Chinenye Anyaeg-bu. Ich wurde am 6. November 1971 in einer christlichen Familie in Nigeria geboren. Das heißt, ich werde bald meinen 50. Geburtstag (50. Jubiläum) feiern. Ich habe eine große Familie—5 Mädchen und 3 Jungen. Mein Va-ter ist schon gestorben aber meine Mutter lebt noch. In meiner Kindheit habe ich ministriert. Beim ministrieren habe ich meine Berufung zum Priestertum entdeckt. Nach meiner Ausbildung in Priesterseminar wurde ich am 19. August, 2000 zum Priester geweiht. Dieses Jahr bin ich 21 Jahre Priester.

Ich habe Philosophie an der Université Ca-tholique de Louvain, Belgien studiert und dort anschließend promoviert. Dort habe ich auch Deutsch gelernt, obwohl ich noch lerne. Nach meinem Studium bin ich zurück nach Nigeria gegangen, und seitdem bin als Professor der Philosophie im Priesterseminar tätig. In dem regionalen Priesterseminar (Papst Johannes Paul II. Priesterseminar, Okpuno), in dem ich arbeite, hatten wir 325 Seminaristen, die sich in Philosophie ausbilden ließen. In dem ande-ren großen Priesterseminar – des Seligen Michael Cyprain Iwene Tansi, Onitsha – hat-ten wir etwa 230 Seminaristen, die Theologie studierten.

Warum so viele Männer in den Priestersemi-naren? Zwei Faktoren tragen dazu bei: die Familie und das Knabenseminar. Die Familie ist die erste Kirche, ja die Hauskirche, in der wir etwas über Gott, Moral, Gebet, Glauben und verschiedene Entscheidungen im Leben lernen. Mit unseren Eltern in die Kirche zu gehen und an kirchlichen Aktivitäten teilzu-nehmen, das alles beeinflusst unsere Le-bensentscheidungen stark. Dieselben Fakto-ren tragen auch dazu bei, dass sich viele Mädchen für das Ordensleben entscheiden. Wir haben viele junge Frauen, die Ordens-schwestern werden.

Die Kirche in Nigeria praktiziert noch immer das System der Knabenseminare in verschiedenen Diözesen. Hier werden Jungen sechs Jahre lang in einer religiösen Umgebung ausgebildet. Es ist wie ein Garten, in dem Berufungen wachsen. Einige, die sich berufen fühlen, kommen in das Priesterseminar für die Ausbildung in der Philosophie und der Theologie. Obwohl nicht alle Priester werden, werden andere zumindest gute Bürger. Ich bin als Seelsorger zu Ihnen gekommen und werde mein Bestes im Dienst Gottes und der Menschen in dieser Pfarrgemeinde tun. Ich bin hier zum ersten Mal. Ich hoffe, ich kann in meiner freien Zeit die Stadtbesichtigung machen. Meine Hobbys sind: lesen, schreiben, Spazierengehen, Leute kennenlernen, Sehenswürdigkeiten besich-tigen. Kevelaer ist eine Marianstadt, und ich liebe es, hier zu sein. Auf schöne Begegnungen mit Ihnen freue ich mich!


Taufe

Am Sonntag, 19. September, wird Ole Jans-sen getauft.


Nähe trotz Distanz - Interreligiöse Friedenswallfahrt in Kevelaer

Nähe und Distanz, das ist immer eine Span-nung. Doch im Frieden kommen beide zu-sammen. Die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam haben viel gemein-sam. Und sind gleichzeitig drei ganz ver-schiedene Religionen. In dem Wunsch nach Frieden für unsere Welt kommen wir zusam-men. Gemeinsam pilgern wir, suchen Begeg-nungen und Antworten. Das ist die Interreligi-öse Friedenswallfahrt in Kevelaer seit 2015. Die Wallfahrt begann seinerzeit mit dem Thema „I have a dream“. Noch immer träu-men Menschen aller Religionen diesen Traum. Das Motto dieses Jahres ermutigt Nähe zu suchen und Distanz zu halten. Nähe zu Menschen mit denen wir Träume teilen. Distanz als Wertschätzung unserer Geschichten und Überzeugungen.

Die Wallfahrt beginnt am Sonntag, 19. Sep-tember, um 16.00 Uhr im Marienpark. Gegen 16.30 Uhr beginnt der Weg über die Haupt-straße zum Kapellenplatz. Dort werden Kin-der aus den Religionen über ihre Träume und Vorstellungen vom Frieden sprechen. Um etwa 18.00 Uhr endet die interreligiöse Wall-fahrt.

Distanz bedeutet in diesem Jahr auch, wäh-rend der Wallfahrt Abstände einzuhalten.

Veranstalter sind die Katholische Wallfahrts-pfarrei St. Marien, die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Kevelaer, die Evangelische Kirchengemeinde Kevelaer, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, Vertreter der jüdischen Gemeinden in Deutschland und Aktion pro Humanität e. V.


Foodtruck vom Kapellenplatz zum Flüchtlingslager Moria

Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Tee und trockene Bohnen werden dringend benötigt Vor einem Jahr brannte das heillos überfüllte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ab. 12.000 Menschen mussten plötzlich ihre ohnehin notdürftigen Quartiere verlassen. „Ein Jahr nach dem Brand hat sich nichts Wesentliches für die Menschen in den Flüchtlingscamps auf Moria und dem griechischen Festland geändert“, so die Kevelaerer Medizinerin Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Vorsitzende der Aktion pro Humanität (APH). Zeit, etwas zu tun, sagt die Medizinerin und hat eine neue Hilfsaktion initiiert: Gemeinsam bringen die Pfarrgemeinde St. Marien, die Caritas St. Marien, der „Runde Tisch Flüchtlinge e.V.“ und die Stiftung Aktion pro Humanität (APH) einen Foodtruck auf den Weg nach Moria, der vollgepackt werden soll ausschließlich mit haltbaren Grundnahrungsmitteln. Die Organisation „Human Plus e.V.“ aus Nettetal übernimmt den Transport – bereits in der Syrienhilfe haben APH und „Human Plus“ effektiv zusammengearbeitet. „Dringend be-nötigt werden Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Tee, trockene Linsen, trockene Bohnen, To-matenmark“, so Kleuren-Schryvers. „Wir bit-ten nun alle Menschen am Niederrhein, die diese Grundnahrungsmittel spenden möchten - Familien, Unternehmen, Organisationen, Schulen, Vereine - am Dienstag, 21. Septem-ber, 13.00-18.00 Uhr, ihre Lebensmittelspen-den in Papiertragetaschen oder Kartons zu packen und diese dann direkt in den Contai-ner zu geben, der auf dem Kapellenplatz auf-gestellt sein wird. Angenommen werden aus-schließlich Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, tro-ckene Linsen, trockene Bohnen, Tomaten-mark und Tee. Andere Spenden können nicht angenommen werden. Von Kevelaer aus wird sich der Foodtruck direkt auf den Weg ma-chen. Der Transport wird von der Aktion pro Humanität finanziert, die auch Basismedika-mente im Wert von 5000 Euro bereitstellt. „Wir wollen helfen, unterstützen, all jenen Mut Machen und Perspektive geben, die keine Möglichkeit haben, einen ´sicheren Hafen´ anlaufen zu können“, so der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Gregor Kauling. „Der Mensch in der Mitte, jeder Mensch, das Gebet und die konkrete Zuwendung sind ein Dreiklang des mitmenschlichen Handelns." Der Foodtruck wird von Kevelaer aus nach Nettetal fahren, wo noch einmal zugepackt werden wird. Dann macht er sich auf den Weg Richtung Griechenland und Lesbos (Moria).


Erstkommunion - Elternabend

Der erste Elternabend zu Beginn der Vorbe-reitung der Erstkommunion findet am Diens-tag. 21. September, um 20.00 Uhr in der Ba-silika statt.


Konzert

Bläsermusik in seiner innovativsten wird im Rahmen eines Konzerts des Ensembles „Brassfabrik 4.0“ zu hören sein. Am Sonntag, 26. September, ab 16.30 Uhr präsentiert die Abteilung „Tourismus & Kultur“ in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Marien vier Vollblutmusiker, die im Forum Pax Christi aufspielen werden. „Brassfabrik 4.0“, das sind Hansjörg Fink an der Tenorposaune, Karsten Süßmilch mit der Bassposaune, Olaf Krüger an Trompete und Flügelhorn und Carsten Gronwald, ebenfalls Trompete und Flügelhorn. Vier Blechbläser aus unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen, die neue klangliche Wege gehen, frei nach dem Motto: „Erlaubt ist, was (uns) gefällt“.  Dieses Credo sorgt für ein einzigartiges Repertoire für diese Besetzung: überraschend, provokant und experimentell, frei von jeder Stilschublade, mit Schwerpunkt auf den individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder. Das Programm reicht von der klassischen Musik bis hin zu Jazz und Pop. Der Eintritt ist frei, es findet aber am Ausgang eine Kollekte statt, deren Erlös einem guten Zweck zugeführt wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Natürlich gelten aber weiterhin die 3G-Regeln.


Erntedankfest

Am 3. Oktober feiern wir den Erntedanksonn-tag. Wir laden alle Familien und die ganze Gemeinde zum Familiengottesdienst um 10.30 Uhr ins Forum ein.

Dieser Familiengottesdienst wird vom Kindergarten St. Marien gestaltet.

Die Musikgruppe Hubert Lemken wird diesen Gottesdienst musikalisch gestalten.

Herzliche Einladung!!


Erste Kevelaerer Oldtimer - Trecker-wallfahrt

Wir waren in der Zeit der Pandemie nicht un-tätig! Am 03.10.2021 laden die „Schlepper-freunde Hinsbeck“- gemeinsam mit der Wall-fahrtsleitung in Kevelaer - zur ersten Tre-ckerwallfahrt ein.

„Diese Wallfahrt ist in diesem Umfang die erste“, sagt Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten, der in der Wallfahrtsleitung tätig ist. Johannes Thodam, der zu den Schlepperfreunden gehört, ergänzt: „Das ist richtig und falsch! Denn unsere Schlepperfreunde pilgern schon seit vielen Jahren mit ihren historischen Fahrzeugen am 03. Oktober nach Kevelaer!“.

Gemeinsam reifte nun die Idee, einen größe-ren Auftakt zu wagen. „Immer mehr Men-schen sind vom Treckerfahren begeistert“, weiß auch Gerd Lemkens zu berichten. „Über die Pandemie hat diese Begeisterung eher zugenommen“, ergänzt André Dahlke. Für die Anreise der Pilger mit ihren tollen Gefährten ist am Wallfahrtstag der Parkplatz hinter der Basilika (Basilikastrasse) für die Trecker re-serviert. Von dort gelangt man direkt fußläufig in die prächtige Basilika, in der um 11:45 Uhr der Pilgergottesdienst stattfindet.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst ist Zeit für eine Stärkung. Hierzu freut sich die Gastronomie in Kevelaer auf hungrige Gäste. Eine Reservierung ist bei größeren Gruppen sicher hilfreich.

„Bei gutem Wetter öffnen wir aber auch die Pforten unseres Priesterhausgartens“, lädt Dr. Rütten ein. Hier kann unkompliziert ein Picknick mit Selbstmitgebrachtem stattfin-den.

Um 15 Uhr findet dann die große Vorbeifahrt statt. Über den Kapellenplatz fahren die Tre-cker an der Gnadenkapelle vorbei, wo sie kurz anhalten. Ein kurzer Segen wird über Fahrzeug und Fahrer gesprochen und natür-lich darf auch das Weihwasser nicht fehlen.

Eine Anmeldung zu diesem Wallfahrtstag ist nicht nötig. Es gelten die aktuellen Corona-schutzmaßnahmen des Veranstaltungstages.

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Wir gedenken unserer Toten!

In der vergangenen Woche verstarb Frau Gisela Heistermann

V: Herr, schenke den Verstorbenen die ewige Ruhe.

A: Und das ewige Licht leuchte ihnen.

V: Herr, lass sie ruhen in Frieden.

A: Amen.